Das Spezial “Happy Hormone” Fasten & Wechseljahre findet jährlich statt.
Warum Frauen anders fasten Dürfen
Ich sehe es immer wieder. Eine Frau hat mit 40 wunderbar gefastet.
Mit 52 macht sie dasselbe – und plötzlich fühlt es sich ganz anders an. Schlechter Schlaf. Gereiztheit. Der Körper zieht die Handbremse. Sie denkt: „Ich mache etwas falsch." Nein. Dein Körper hat sich verändert.
Also darf sich dein Fasten mitverändern. Was in den Wechseljahren anders ist Deine Hormone ordnen sich neu. Östrogen und Progesteron sinken. Und das betrifft auch, wie dein Körper mit Stress umgeht.
Fasten ist – im besten Sinne – ein kleiner Stress. Ein Reiz, der gute Prozesse anstößt. Bei einer jungen Frau steckt der Körper das leicht weg.
In den Wechseljahren kann derselbe Reiz schneller zu viel werden. Das Stresshormon Cortisol spielt hier mit. Wenn es ohnehin erhöht ist – durch schlechten Schlaf, durch Sorgen, durch die Lebensphase – kann strenges Fasten zusätzlich Druck machen.
Und dann bekommst du das Gegenteil von dem, was du wolltest. Ehrlich bleiben: Was wir wissen und was nicht.
Über Fasten speziell in den Wechseljahren gibt es noch wenig gute Forschung. Vieles, was online kursiert – auch von bekannten Stimmen – ist eher Erfahrung und Hypothese als belegte Wissenschaft.
Was ich dir also gebe, ist beides: das, was die Forschung vorsichtig andeutet, und das, was ich bei über 2.000 Begleitungen mit eigenen Augen gesehen habe. Nicht mehr, nicht weniger.
Wie sanftes Fasten in dieser Phase aussieht Kürzere Fenster. Statt 16 oder 18 Stunden reichen oft 12 bis 14. Das genügt für viele Effekte – ohne den Körper zu überfordern.
Genug Eiweiß.
Eiweiß hilft, sie zu halten. Iss davon reichlich, wenn du isst. Auf den Schlaf achten. Schläfst du schlecht, faste nicht zusätzlich streng. Erst der Schlaf, dann alles andere. Auf den Zyklus hören – solange er da ist. Manche Frauen fasten in der zweiten Zyklushälfte lieber sanfter. Spür selbst nach. Der wichtigste Satz:
Weniger ist in dieser Lebensphase oft mehr. Das fällt uns Leistungsfrauen schwer. Wir wollen es „richtig" machen, gründlich, konsequent. Aber dein Körper belohnt jetzt nicht Härte. Er belohnt Zuhören.
Und wenn du gerade mitten in starken Beschwerden steckst, kläre das Fasten bitte erst mit deiner Ärztin ab. Das ist kein Rückschritt. Das ist Klugheit.
Fasten IM Happy Hormone Retreat
Fasten reduziert das ungesunde Bauchfett, hat eine regulierende Wirkung auf den Hormon-Haushalt, reduziert das schädliche LDL-Cholesterin, verringert depressive Verstimmungen und hilft, das Gewicht auf gesunde Weise zu reduzieren und dauerhaft auf einem gesunden Niveau zu halten.
Denn in dieser besonderen Zeit kann Fasten helfen, die Hormone in den Griff zu bekommen. Probleme wie Hitzewallungen werden oft weniger. Die Leber wird bei ihrer Entgiftungsarbeit unterstützt, unnötige Östrogene werden schneller abgebaut.
Fasten ist auch ein guter Zeitpunkt, um sich über seine Identität Gedanken zu machen. Es bringt ins Gleichgewicht, kann ein Neubeginn sein.
Ich freue mich riesig auf dieses Sunnyside-Retreat. Begleitet wird unsere Fastenwoche nach Buchinger von:
Hormon-Yoga
Expert*innen Vorträgen zur Hormon-Balance
Ich selbst bereite gerade ein spezielles Bewegungsprogramm vor und werde einen Vortrag dazu halten, wie Ihr auch nach der Sunnyside Fastenwoche durch eine gezielte Ernährung Euren Hormon-Haushalt in bester Balance halten könnt.
Über die Autorin
Carina Teutenberg ist ärztlich geprüfte Fastenleiterin, Atemtrainerin, zertifizierte Schlaftrainerin, Journalistin, Autorin und Gründerin von Sunnyside Fasten & Retreats. Sie hat bereits mehr als 2.000 Menschen beim Fasten begleitet und verbindet wissenschaftlich fundiertes Wissen über Fasten, Stoffwechsel, Schlaf, Bewegung und Longevity mit langjähriger praktischer Erfahrung.
In ihren Fastenwochen, Yoga- und Longevity Retreats begleitet sie unter anderem Buchingerfasten, Scheinfasten, Basenfasten und Intervallfasten. Ihr Ansatz ist modern, alltagstauglich und frei von Dogmen: Fasten ist für sie kein Verzicht, sondern eine kraftvolle Pause für Körper und Kopf.
QUELLEN – Warum Frauen in den Wechseljahren anders fasten sollten
Sexual Dimorphism and Menopausal Transition: A Narrative Review of the Metabolic and Physical Effects of Intermittent Fasting. Nutrients. 2026;18(9):1344.https://www.mdpi.com/2072-6643/18/9/1344 → Belegt: Bei postmenopausalen Frauen sind Knochendichte und Muskelerhalt die kritischen Punkte. Kalorienrestriktion und Intervallfasten können beides verschlechtern, vor allem ohne begleitendes Training. Ausreichend Eiweiß, Kalzium, Vitamin D sowie Krafttraining sind deshalb entscheidend.Intermittent Fasting and Weight Management at Menopause. Journal of Mid-life Health. 2025;16(1). PMID: 40330225https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40330225/ → Belegt: Unbegleitetes Intervallfasten kann zu Nährstoffdefiziten führen. Fastenphasen können sich auf Östrogen, Progesteron und Testosteron auswirken und damit auf das körperliche wie psychische Wohlbefinden. Al Zunaidy NA, Al-Khalifa AS, Alhussain MH, Althwab SA, Mohammed MA, Faris MAE.The effect of Ramadan intermittent fasting on anthropometric, hormonal, metabolic, inflammatory, and oxidative stress markers in pre- and post-menopausal women. Frontiers in Nutrition. 2024;11:1437169. doi:10.3389/fnut.2024.1437169→ Belegt: Unterschiede zwischen prä- und postmenopausalen Frauen beim Fasten. Einschränkung: Ramadan-Fasten ist nicht mit Heilfasten gleichzusetzen.