Sunnyside Fasten-
Was in einer Sunnyside-Fastenwoche wirklich passiert.
Fasten ist viel mehr als eine Diät. Dass man auch ein paar Kilo verliert, ist ein schöner Nebeneffekt.
Viele stellen sich eine Fastenwoche wie eine Strafe vor. Hungern. Durchhalten. Zähne zusammenbeißen. Und dann bloß nicht schwach werden.
So läuft es bei uns nicht. Lass mich dich mitnehmen.
Tag 1: Ankommen Du kommst an, oft ein bisschen aufgekratzt. Der Kopf noch im Alltag, im Auto, in der letzten Mail. Wir essen zusammen etwas Leichtes. Wir reden. Und langsam legt sich die Hektik. Der erste Tag ist kein Fastentag. Er ist ein Landetag.
Tag 2 bis 3: Der Übergang Jetzt beginnt der Körper umzuschalten. Manche werden müde. Manche haben Kopfweh. Das ist normal – oft fehlt einfach der gewohnte Kaffee oder Zucker. Wir gehen spazieren. Wir atmen. Wir ruhen. Kein Programm bis zum Anschlag, sondern Raum. Genau hier setzt mein Pause-Prinzip an: Fasten ist keine Leistung. Es ist eine Pause.
Tag 3 bis 4: Es kippt Und dann passiert dieser Moment, für den ich diese Arbeit liebe. Der Nebel lichtet sich. Viele Frauen sagen, sie fühlen sich klar. Leicht. Wach auf eine Art, die sie lange nicht kannten.Nicht bei jeder ist das gleich. Manche brauchen länger. Manche erleben es ruhiger. Ich verspreche dir kein Feuerwerk – aber ich sehe dieses Aufatmen sehr oft.
Tag 5 bis Ende: Aufblühen Jetzt wird es leicht. Der Hunger ist meist weg, der Körper hat sich eingependelt. Es ist Zeit für die schönen Dinge: Gespräche, Natur, Stille, ein bisschen Yoga. Und am Ende steht das Fastenbrechen – für viele der emotionalste Moment. Der erste Bissen nach Tagen. Du wirst nie wieder achtloser essen.
Was wirklich passiert
Auf dem Papier verzichtest du auf Essen. In Wahrheit gewinnst du etwas: Zeit mit dir.
Eine Woche ohne Automatik.
Ein Körper, der sich erinnert, was er kann.
Die meisten kommen fürs Abnehmen. Sie bleiben für das Gefühl danach.
Fasten bedeutet auch, die Sinne zu schulen.
Sunnyside - Fasten auf der Sonnenseite des Lebens
Sunnyside - die sonne und das Fasten
Die Sonne ist das zentrale Gestirn im Planetensystem. Ohne die Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde. Die Sonne ist somit Symbol für den Takt des Lebens und somit auch für Fortschritt und Entwicklung. Die Sonne steht auch für Standhaftigkeit, Ausdauer und Größe - und als Garant für Vitalität und Lebensfreude.
Die Symbolik der Sonne spielt eine wichtige Rolle - so auch beim Fasten.
Die meisten Fastenden haben ein ganz natürliches Bedürfnis nach Licht und Sonne. Das ist verständlich - versteht sich Fasten doch als eine Art Wiedergeburt. Und Neugeborene drängen an das Licht der Welt. Das Fastenerlebnis vermittelt körperliche Erneuerung, geistiges Reset und ein Gefühl “wie neugeboren” zu sein.
Damit meine ich nicht, dass Sie stundenlang in der Sonne “braten” sollen. Aber wenden Sie sich in unserer gemeinsamen Woche dem Licht zu. Lassen Sie die Sonne rein :) in Ihr Leben und Ihr Gemüt. Und ein paar warme Sonnenstrahlen auf der Haut tun dem Fastenden ganz besonders gut.
Über die Autorin
Carina Teutenberg ist ärztlich geprüfte Fastenleiterin, Atemtrainerin, zertifizierte Schlaftrainerin, Journalistin, Autorin und Gründerin von Sunnyside Fasten & Retreats. Sie hat bereits mehr als 2.000 Menschen beim Fasten begleitet und verbindet wissenschaftlich fundiertes Wissen über Fasten, Stoffwechsel, Schlaf, Bewegung und Longevity mit langjähriger praktischer Erfahrung.
In ihren Fastenwochen, Yoga- und Longevity Retreats begleitet sie unter anderem Buchingerfasten, Scheinfasten, Basenfasten und Intervallfasten. Ihr Ansatz ist modern, alltagstauglich und frei von Dogmen: Fasten ist für sie kein Verzicht, sondern eine kraftvolle Pause für Körper und Kopf.
QUELLEN – Was in einer Sunnyside-Fastenwoche wirklich passiert
Wilhelmi de Toledo F, Grundler F, Bergouignan A, Drinda S, Michalsen A. Safety, health improvement and well-being during a 4 to 21-day fasting period in an observational study including 1422 subjects. PLOS ONE. 2019;14(1):e0209353. doi:10.1371/journal.pone.0209353 → Belegt: Körperliches und emotionales Wohlbefinden stiegen signifikant an (jeweils p<0,001). Durchschnittsalter der Teilnehmenden 55,4 Jahre, 59,1 Prozent Frauen. Grundler F, Mesnage R, Michalsen A, Wilhelmi de Toledo F. Blood Pressure Changes in 1610 Subjects With and Without Antihypertensive Medication During Long-Term Fasting. Journal of the American Heart Association. 2020;9(23):e018649. doi:10.1161/JAHA.120.018649 → Belegt: Gewicht und Stresswerte sanken während des Fastens, der Wohlbefindens-Index stieg – ein Beleg für gute Verträglichkeit. Wilhelmi de Toledo F et al. Fasting Therapy – an Expert Panel Update of the 2002 Consensus Guidelines. Forschende Komplementärmedizin. 2013;20(6):434–443. doi:10.1159/000357602 → Belegt: Der klassische Ablauf mit Entlastungstag, Fastentagen, Fastenbrechen und Aufbautagen entspricht dem medizinischen Fachstandard.